Wortschätzchen

Männer sind anders. Frauen auch.

By 9. Februar 2018 No Comments

Der Unterschied zwischen Mann und Frau? Ja, ich weiß, den kennen meine Leser schon. Aber heute geht es um etwas wesentlich Spezifischeres – den Krankheitsfall. Gerade selbst von einer hinterlistigen Grippe aufs Krankenlager geworfen, ist mir wieder einmal so richtig bewusst geworden, dass Männer manchmal gar nicht (mehr) wissen, wie sie mit uns umgehen sollen.
Während Mann im Krankheitsfall ungeteilte Aufmerksamkeit und vor allem jedes Quäntchen verfügbares Mitleid benötigt, um den Härtefall Männerschnupfen überhaupt überleben zu können, wollen Frauen naturgemäß eher ihrer Ruhe haben. So weit – so gut. Wäre es wirklich so einfach, ginge es nicht um uns Frauen. Wir sind von unseren Emotionen und Hormonen gesteuert – oder zumindest die meisten von uns – und somit völlig unberechenbar. Wer in einer Sekunde genervt ist, wenn Mann fragt, was man braucht, kann in der nächsten Sekunde voller Frust über mangelnde Fürsorge losheulen. Die Frage „was willst/brauchst du?“ wird zur unzumutbaren Belastung – sowohl der Nerven als auch der Beziehung. Von „nach all den Jahren kennt er mich immer noch nicht“ bis hin zu „woher soll ich das wissen? Ich bin krank!!!“ ist wirklich ALLES drinnen.
Ja, ich nehme mich gerade auch selbst auf die Schippe. Ich stehe ja zu meinem Frau-sein und meinen „tanzenden Hormonen“ 😊 Doch genug gescherzt. Denn es gibt auch andere Erkrankungen. Solche, bei denen man nicht weiß, dass in einer Woche alles wieder gut ist und Ruhe allein nicht reicht, um wieder gesund zu werden.
Meine Gedanken und mein Herz sind bei meiner Freundin. Sie ist sehr tapfer, zuversichtlich und wird von ihrer Familie getragen. Ihr Mann ist an ihrer Seite, wann und wie sie es braucht – so wie auch der Rest ihrer Familie. Sie alle sind großartig und ich verneige mich in Respekt und Hochachtung vor ihnen. Auch ich bin gerne für sie da – wann und wie sie es braucht.
Worauf ich im Endeffekt hinaus will? Ganz einfach: Wenn man einem Freund oder Familienmitglied helfen möchte bzw. eine Person bei der Genesung unterstützen, hat das eigene Ego Pause. Es geht nicht darum, jemandem Hilfe aufzudrängen, um sich selbst gut zu fühlen. Es geht darum, dem anderen zu geben, was er braucht. Das ist echte Unterstützung. Semi-professionelle Zwangsbeglückungen sind da wirklich fehl am Platz – ungefrager RatSCHLAG unerwünscht! Und somit ist auch schon alles gesagt, was für Männer und Frauen gleichermaßen gilt: Empathie und Verständnis sind die Zauberworte. Schaut einfach, was der andere braucht – auch danach fragen ist erlaubt.
Was denn, so einfach geht das? JA.

Professionelle Begleitung (zurück) in ein gesundes Leben gibt es auf Anfrage bei mir. Eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung zur wichtigen Begleitung durch Familie und Freunde. Affirmationen, Rituale, Meditationen und ein paar andere kleine Tricks helfen dabei, Körper, Geist & Seele wieder auf „Gesundheit“ zu programmieren.

Wer sich präventiv etwas Gutes gönnen möchte, kann sich für einen der beiden VHS-Kurse „Work-Life-Balance – Rituale für Körper, Geist und Seele“ im März anmelden. Mehr Info auf VHS OÖ – Gabriele Prachowny

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