Wortschätzchen

Der stille Schrei

By 9. August 2018 No Comments

Langsam wird es wieder ruhig. Die lauten Stimmen im Kopf beginnen zu verstummen, es gibt keine Tränen mehr, die noch geweint werden könnten. Die oft so gefürchtete Leere tut gut.
So viel Aufbäumen gegen Unabänderliches. Der Verstand weiß, es ist der Fluss des Lebens. Kommen – da sein – gehen. Und doch sind da so viele Gedanken. So viele Widerstände. Zu früh, zu schnell, zu schwer zu verstehen. Und was ist mit einem guten Grund? Vielleicht könnte es helfen, zu verstehen ..
Nein. Es hilft nicht. Es deckt nur zu und schiebt auf. Der Schmerz will gefühlt, die Trauer gelebt werden. Und auch wenn wir wissen, wir sind alle eins, vermisst unser menschliches Herz doch das Greifbare.
Ja, du wirst fehlen! Du warst einer von denen, die eine große Lücke hinterlassen. Keiner von den Lauten, Aufdringlichen. Eher einer von den Leisen, Feinen. Du wirktest so stark und stabil, hast so viel gegeben und so wenig genommen.
Geh ruhig mal voraus. Wir kommen dann später nach. Wird noch ein wenig dauern. Aber dafür wird das Wiederbegegnen umso schöner.

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