Wortschätzchen

Das stille Glück des Augenblicks

Der See zu meinen Füßen, die mächtigen Berge im Blick, das Tuten der vorbeiziehenden Schiffe in meinen Ohren. Die Sonnenstrahlen wärmen meinen Körper, liebe Menschen mein Herz. Manchmal genügt ein Blick, um sich zu verstehen. Ein Lächeln, um Freude auszudrücken.

Die Stille in mir ist eine Wohltat. Keine To-do-Listen in meinem Kopf, kein Müssen – nur Wollen. Einfach sein. Kein „ich sollte“ – einfach TUN oder es SEIN LASSEN.

Gestern hat mich jemand gefragt, ob ich schlecht drauf bin, weil ich nicht viel rede 😊 Wer mich (wirklich) kennt weiß, dass ich die Stille liebe. Das ist wie Tag und Nacht, Yin und Yang, Ebbe und Flut. Das eine kann nicht ohne das andere. WortReich und Stille.

In der Stille nehme ich auf. Kraft, Stärke, Eindrücke. Nichts stört meine Aufmerksamkeit, meine Konzentration liegt auf der Wahrnehmung. Dieser Augenblick ist wundervoll und ich genieße ihn mit jeder Faser meines Seins. Ich fühle mich glücklich, zufrieden, ausgeglichen.

Natürlich gibt es die Zeiten, die nicht so schön sind. In denen ich manches (und manche) vermisse. In denen ich mit mir hadere. In denen mich Unruhe treibt. Sie sind das Yang zu meinem Yin. Die Nacht zu meinem Tag. Auch hier geht das eine nicht ohne das andere. Die schweren Momente dienen dazu, mir das Glück dieses Augenblicks zu verdeutlichen. Das Glück solcher Augenblicke hilft mir dabei, schwere Zeiten zu überstehen. Das nennt man Leben!

Kein Leben ist ohne Freude, kein Leben ist ohne Leid. Darum speichert die schönen Augenblicke in euch, damit ihr sie in schlechten Zeiten abrufen könnt. Sie werden euch daran erinnern, dass alles gut wird. Immer wieder. Immer.

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